Feedback im E-Learning

Feedback im E-Learning ist wichtig. Vor allem ist es wichtig, nicht nur »Bravo!« zu rufen, oder mit einem mitleidigen »Leider nein!« zu bedauern. Feedback sollte aufbauend, didaktisch sinnvoll, fachlich kompetent und wertschätzend sein. Was bedeutet das?

Aufbauendes, didaktisch sinnvolles Feedback, sagt nicht nur »Gut gemacht!«, sondern erklärt, was gut daran war und warum es gefällt. Dies beflügelt wiederum die Reflexion des Lernenden, der das Feedback in seine Gedanken einflechten kann und mit der Zeit auch Unterschiede in der Bewertung durch Lehrende feststellen kann. Vielleicht kann eine Frage, die den Lernenden in seinen Überlegungen weiter führt, ebenso neue Lernschritte beflügeln, wie auch den Lerner / die Lernerin selbst motivieren.

Fachlich kompetentes Feedback scheint wohl das offensichtlichste, aber dennoch ist es gut, wenn fachliche Stärken und Schwächen argumentativ hervorgehoben werden können. Auch dies ist für die Reflexion und den weiteren Lernweg des Lernenden förderlich.

»Wertschätzend« ist fast schon zum Schimpfwort verkommen, so inflationär wird es verwendet. Vielleicht könnte man es durch »anerkennend« ersetzen, denn Feedback soll einen wichtigen persönlichen Lernerfolg oder sogar eine Errungenschaft anerkennen und explizieren, damit der Lernende auch weiss, dass man seinen Erfolg wahrnimmt. Wertschätzend hingegen betont den Wert von einer Anstrengung, was oft auch mit Trost assoziiert wird. man schätzt den Wert einer Anstrengung, auch wenn sie nicht wirklich zum Erfolg geführt hat.

So können Lehrende prüfen, welche Elemente sie in ihr Feedback einbringen können. Die Lernenden werden es ihnen motiviert und erfreut danken. Wer wird nicht gerne persönlich wahr- und ernst genommen? Ein wichtiges Element jeder Beziehung.

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