Virtualität

Der Begriff »Virtualität« stammt einerseits von virtus ab, lat. Tugend, Tüchtigkeit, und andererseits vom mittellateinischen virtualis, “der Anlage nach vorhanden, was etwa “der Möglichkeit nach vorhanden, dem Vermögen nach vorhanden” bedeute. (…) “Philosophische Realisten”, so Rudolf Maresch, betrachteten Virtualität meist “in Opposition zur Realität, als einer Art Zusatz-, Parallel- oder zweite Welt”, die vor allem dank Computersoftware entsteht, also jenseits der Alltagswelt. Konstruktivisten hingegen begriffen sie als “Teil der Realität”. Demnach stünde das Virtuelle nicht ausserhalb der materiellen Welt, sondern stelle “eine Spielart unter vielen möglichen Realitäten” dar.

Quelle; Maresch, R., Virtualität, in: Glossar der Gegenwart (2013 ), hrsg. von Ulrich Böckling u. a., Frankfurt a. M (Suhrkamp), S . 277

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