Begriffe: formell, nonformell, informell und die Bedeutung von informellem Lernen

Was bedeuten die Begriffe formelles Lernen, nonformelles Lernen und informelles Lernen?
Erpenbeck und Sauter dazu:

Formelles Lernen basiert auf vorgegebenen Lernzielen und Lernzeiten und findet statt in einem strukturierten und institutionellen Rahmen. Oftmals, so die Autoren, stünde hier die Vermittlung von Inhalten im Vordergrund. Der Lernerfolg wird durch ein Zertifikat bestätigt.

Nonformelles Lernen basiert ebenfalls auf vorgegebenen Lernzielen und -zeiten, findet aber nicht in Bildungseinrichtungen statt. Auch findet keine Zertifizierung statt. Dennoch orientiert sich das nonformelle Lernen auf die Lernziele der Institutionen.

Informelles Lernen findet im Alltag, am Arbeitsplatz oder mobil in der Familie oder in der Freizeit statt. Es ist nicht strukturiert und muss keine Lernziele erfüllen. Informelles Lernen kann, muss aber nicht zielgerichtet sein. Die Autoren schreiben, dass es meist “eher beiläufig” in einem induktiven Prozess von Reflexion und Aktion geschieht. Das informelle Lernen sei zudem “mit dem Lernen anderer vernetzt”.

Das formelle, das non- und das informelle Lernen sind verzahnt. Die Autoren betonen weiter:

“Für die Konzipierung von Kompetenzentwicklungssystemen ist es von entscheidender Bedeutung, diese Bereiche des Lernens optimal miteinander zu verknüpfen.”

Und weiter:

“In der betrieblichen Bildung wird informelles Lernen zunehmend unter intentionalen Aspekten in die Lernkonzeptionen integriert. Auch in der Bildungspolitik gewinnt dieser Lernbereich immer mehr an Bedeutung, weil verstärkt bewusst wird, dass informelles Lernen mit Abstand der bedeutendste Lernbereich ist.”

Quelle: Erpenbeck, J., Sauter, W., Kompetenzentwicklung im Netz, New Blended Learning mit Web 2.0, Köln 2007, S. 170f.

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