Aufgaben einer Online-Tutorin Teil 1 – Zeitmanagement

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Das Tutorieren von Online-Lernangeboten ist eine vielfältige Aufgabe. Nicht nur kann der Rhythmus der Interventionen durch die Tutor/innen je nach Programm stark variieren, auch thematisch sind Tutorierende vielfältig gefordert. Zunächst ist es wichtig, dass sie sich über ihr Zeitmanagement im Klaren sind und wissen, wieviel Zeit sie investieren können oder wollen, um die Studierenden angemessen zu betreuen.
Zeitmanagement ist wiederum auf mehreren Ebenen ein Thema. Zum einen müssen sich die Studierenden selbst mit Zeitmanagement befassen und ihre Lernaktivitäten ebenso planen, wie die Tutorierenden ihre Betreuung. Zur Orientierung sind deshalb immer auch die zu erwartenden Zeitaufwände zu nennen in den Lernaufträgen. es empfiehlt sich zudem, den Zeitaufwand in der Reflexion immer wieder zu thematisieren, damit die Studierenden auch ein Gefühl dafür bekommen, wieviel Zeit sie aufwenden müssen.
Die gängigen LMS beiten zudem mehr oder weniger detaillierte Log-Files, die es erlauben, die Aktivitäten der Studierenden nachzuvollziehen. Doch wenn die Zahlen ein gewisses Mass an Objektivität erlauben, so sind sie doch allein meistens nicht aussagekräftig genug, um die Aktivität eines Studierenden zu erfassen. Schliesslich mächte man ja auch Aufschluss über die Qualität der Beiträge bekommen. Somit sind die einzelnen Studierenden auch zu lesen und im Kontext der Diskussionen zu rezipieren. Dies ist ein weiterer Zeitfaktor, denn es hat sich gezeigt, dass die Beiträge in der Regel im Vergleich zu einem mündlichen Beitrag in einem Präsenzseminar inhaltich wesentlich konzentrierter sind. Die Studierenden haben in ihrem Schreibprozess ja bereits einen ersten Denkprozess durchlaufen, der sich im Text niederschlägt. Die Diskussionen finden also in der Regel auf einem hohen Niveau statt.
Es empfiehlt sich zudem, die einzelnen Studierenden oder auch Gruppen individuell zu verfolgen und ihre Leistungen auf einer Liste festzuhalten. Falls mehrere Tutor/innen aktiv sind müssen diese eventuell austauschbar sein. Dabei geht es nicht nur um Kontrolle. Persönliche Notizen der Tutorierenden helfen, ein adäquates Bild der Individuen zu bekommen, um ihre Leistung gerecht(er) bewerten zu können. Es hilft diesbezüglich den Studierenden wie den Tutorierenden, die Kriterien und die Indikatoren für die Bewertung transparent zu halten.

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