Minecraft als Improvisationspuppentheater

Nachdem ich mich vor ein paar Tagen darüber beklagt habe, dass meine Jungs nur noch Minecraft spielen wollen, habe ich weiter nachgedacht. Ich stehe dem Spiel zwiespältig gegenüber, ich gebe es zu. Wenn die Jungs nur noch eines wollen, dann gefällt es mir nicht. Aber ich sehe auch das kreative oder das interaktive Potenzial.
Die Buben trafen sich mit ihren Freunden. Schliesslich sassen 6 Jungs in unserem Wohnzimmer und spielten online Minecraft, und zwar in der Variante «Hunger Games». Also mit Waffen und Ballern. Die Jungs waren vollkommen aufgeregt und die Szene war ziemlich laut und lebhaft.
Soweit OK.
So schien das Ganze nun in einem speziellen Licht: Die Jungs sind online: Sie sitzen im gleichen Raum, spielen aber auf dieser virtuellen Bühne. In physischen Raum tauschten sie Tipps und Hinweise aus, was wie zu tun sei. Und virtuell läuft das eigentliche Spiel. Also Experimentaltheater. Jeder mit seinem Avatar auf der Bühne.
Nur der Körper ist nicht auf der Bühne und ist nicht Ausdrucksmittel. Der Körper wird vertreten durch eine virtuelle Puppe.
Experimentalpuppentheater oder Improvisationspuppentheater? An sich nichts so ganz Neues, oder?

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.