Tipps zur Produktion von Videos für die Lehre

5 Tipps von Novoed / Drew Remiker

Videos sollten die Lerner/innen unterstützen, ihre Lernziele zu erreichen. Zudem sollten sie wiederverwendbar sein, auch in ein, zwei, oder fünf Jahren noch brauchbar sein.

Nutze Visualisierungen in deinen Videos.

Halte dich kurz. Ein 30-minütiges Webinar will niemand von A bis Z ansehen, wenn nicht klar ist, ob das ganze Video relevant ist. Ein 8 minütiges, knappes Video mit prägnanten Inhalten ist jedoch sehr willkommen.

Stelle Fragen. Sie inspirieren und fördern die Reflexion.

Lade Experten ein, lass sie in deinen Videos zu Wort kommen, denn sie haben immer interessante Tipps aus der Praxis.

 

Ebenfalls interessant der Step-by-Step-Plan der Universität Delft für

Instructional Design Templates

Ich arbeite gerade an verschiedenen Templates zur Umsetzung unterschiedlicher Lerntheorien in Moodle. Ein kleiner Auftrag, der mich aber hin und wieder ziemlich herausfordert. In meinen Recherchen habe ich mehrere Sites gefunden, die verschiedene Instructional Design-Ansätze beschreiben und teilweise auch Templates liefern. So zum Beispiel Donald Clark’s Big Dog Little Dog, die über Jahre gewachsen ist, oder die Seite instructionaldesign.org von Richard Culatta. Allerdings bleibt die konkrete Umsetzung in Moodle zum Beispiel mit den Lernaktivitäten dann bloss ein Vorschlag, wie man es machen könnte. So habe ich den guten alten WebQuest ausgegraben als Beispiel und konkrete Umsetzung des Discovery Learning-Ansatzes. Wichtig ist aber nun, dass der konkrete WebQuest die reale Welt einbezieht und zum Beispiel an einer Stelle die Studierenden auffordert, mit Expert/innen Kontakt aufzunehmen oder Umfragen durchzuführen. Denn es geht nicht nur ums Entdecken, sondern auch um die Entwicklung von Ideen, wie man an bestimmte Informationen herankommt.

Discovery Learning ist ein Ansatz aus den 60er Jahren, offiziell entwickelt von Jerome Bruner.

Wie gesagt, ein Tamplate ist auch nur eine Hülle. Tatsächlich kommt es auf die konkreten Inhalte an.
Freue mich über Ideen und Kommentare.

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Umgekehrter Unterricht – Flipped Classroom

Christian Spannagel hat seine Mathematik-Vorlesung umgekehrt und betreibt einen Flipped Classroom. Wie genau er dies macht und was er dabei gelernt hat stellt er in diesem folgenden absolut sehenswerten Video dar. Eins Stunde Video, die sich lohnt! Er erklärt, wie er seine Videos erstellt, warum gerade Video, warum kein Skript, wie er mit einer Tutoring-Session und einer Präsenzveranstaltung die Studierenden zum selbstverantwortlichen Lernen bringt. Ich überlege mir nun, wie ich dies in meinem Sprachunterricht anwenden kann, in kleineren Häppchen. Absolut toll!